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Montag bis Freitag: 9 - 17 Uhr
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Betriebliche Gesundheitsförderung
Ein Gesundheitstag ist ein halb- oder ganztägiger Aktionstag im Unternehmen, an dem Mitarbeitende an verschiedenen Stationen Gesundheitsthemen praktisch erleben: kurze Vorträge und Workshops, Mitmach-Stationen, individuelle Kurz-Checks und Beratungsangebote. Anders als laufende Maßnahmen ist er ein Impulsformat: Er informiert, sensibilisiert und motiviert in kurzer Zeit eine große Zahl von Mitarbeitenden.
Gut geplant erfüllt ein Gesundheitstag drei Funktionen: Er macht das Engagement des Unternehmens sichtbar, er erreicht durch seinen Eventcharakter auch gesundheitsferne Mitarbeitende – und er liefert über Stationsgespräche und Kurzbefragungen Hinweise auf den tatsächlichen Bedarf der Belegschaft, die in die weitere Maßnahmenplanung einfließen.

Bewegung & Rücken
Ernährung
Stress & mentale Gesundheit
Kurz-Checks
Individuelle Messungen wie Blutdruck, Körperzusammensetzung oder Venenfunktion – mit persönlicher Kurzauswertung.
Probe-Massagen
Kurze Massagen als erlebbarer Vorgeschmack – oft die Station mit der längsten Warteliste. Mehr dazu: Massage am Arbeitsplatz.
Schnupper-Kurse
Yoga- oder Functional-Einheiten zum Ausprobieren – ideale Brücke zu dauerhafter Firmenfitness.
EMG Muskeltonusmessung
Sensoren auf der Haut erfassen die Muskelspannung und zeigen, wie gut die Muskulatur arbeitet und deren Balance zwischen links und rechts.
Fußdruckmessung
Die Fußdruckmessung bildet Fehlbelastungen der Füße ab, daraus lassen sich konkrete Hinweise für Stand und Gang ableiten.
Haltungsscreening
Ein digitales Tool bildet die Körperhaltung ab, sodass sich Auffälligkeiten erkennen und Hinweise für den Arbeitsalltag ableiten lassen.
Phase
Inhalt
Zeitpunkt
Ziele & Themen
Was soll der Tag erreichen? Welche Belastungsschwerpunkte hat die Belegschaft? Daraus folgt die Modulauswahl.
10–12 Wochen vorher
Organisation
Termin, Räume/Flächen, Dienstleister und Referent:innen buchen, Ablaufplan und Stationsplan erstellen.
6–10 Wochen vorher
Kommunikation
Ankündigung über alle internen Kanäle, ggf. Anmeldung für Check-Stationen, Führungskräfte als Botschafter gewinnen.
2–6 Wochen vorher
Durchführung
Auf- und Abbau, Stationsbetrieb, Teilnahme- und Feedbackerfassung an den Stationen.
Aktionstag
Auswertung
Teilnahme, Feedback und Stationserkenntnisse auswerten; Empfehlung für Folgemaßnahmen ableiten und kommunizieren.
1–2 Wochen danach
Ein Gesundheitstag ist ein kleines Projekt – und scheitert am häufigsten an unklaren Zuständigkeiten. Bewährt hat sich eine schlanke Rollenverteilung: Eine interne Projektleitung (meist HR oder eine beauftragte Person) hält Termin, Budget und interne Kommunikation zusammen und ist einzige Ansprechstelle für den Dienstleister. Der Dienstleister verantwortet Module, Referent:innen, Material und den Stationsbetrieb am Tag selbst. Die Führungskräfte haben eine oft unterschätzte Rolle: Sie geben ihren Teams aktiv Zeit für den Besuch der Stationen – ohne diese Freigabe bleibt die Teilnahme trotz guten Programms dünn. Bei größeren Unternehmen lohnt zusätzlich die frühe Einbindung von Betriebsrat und Arbeitsschutz, sowohl aus Mitbestimmungsgründen als auch, weil beide wertvolle Hinweise auf Belastungsschwerpunkte liefern.
Die größte Schwäche des Formats ist zugleich die bekannteste: der Strohfeuer-Effekt. Ein gelungener Tag erzeugt Aufmerksamkeit und gute Stimmung – doch ohne Anschlussmaßnahmen ist beides nach wenigen Wochen verflogen. Ein Gesundheitstag, der als isoliertes Event geplant wird, ist deshalb in erster Linie eine Marketingmaßnahme, keine Gesundheitsförderung.
Drei Dinge machen den Unterschied:
Üblich sind halbtägige (ca. 4 Stunden) und ganztägige Formate (6–8 Stunden). Halbtägige Formate reichen für kleinere Belegschaften und fokussierte Themen; ganztägige Formate erlauben mehr Stationen und entzerren die Teilnahme in Schichtbetrieben.
Drei Merkmale: Die Module sind aus dem Belastungsprofil der Belegschaft abgeleitet statt aus dem Katalog gewählt, am Tag selbst werden Teilnahme und Bedarf erfasst, und es gibt einen kommunizierten Plan für das, was danach kommt.
Häufig ja – viele gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich mit eigenen Stationen (etwa Kurz-Checks oder Informationsständen) oder bezuschussen einzelne verhaltenspräventive Bausteine, sofern diese den Anforderungen der §§ 20, 20b SGB V genügen. Die Abstimmung sollte früh in der Planung erfolgen, da Kassen Vorlaufzeiten und eigene Qualitätskriterien haben.
Als Startpunkt eines BGM-Konzepts liefert der Aktionstag Bedarfsdaten und Momentum – und die Anschlussmaßnahmen sind von Anfang an mitgeplant. So wird aus dem Impuls ein Programm mit messbarer Wirkung.
Den Gesundheitstag direkt buchen? Organisation und Durchführung übernehmen wir — von der Modulauswahl bis zum Stationsbetrieb am Aktionstag.
Weitere Maßnahmen: Massage am Arbeitsplatz · Firmenfitness · Alle Maßnahmen im Überblick

