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E-Mail: kontakt@bgm-experten.de
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Ein seriöser BGM Anbieter erkennt sich an acht Kriterien: einem ganzheitlichen Ansatz über alle vier Handlungsfelder, der Berücksichtigung von Verhaltens- und Verhältnisebene, nachweisbarer Erfahrung, Förderwissen, transparenten Kosten, individueller statt standardisierter Konzepterstellung, langfristiger Begleitung und passenden Krankenkassen-Kooperationen.
Der Markt für betriebliches Gesundheitsmanagement ist unübersichtlich: Physiotherapeuten, Fitnessstudio-Ketten, Versicherungsmakler und spezialisierte Beratungen werben gleichermaßen mit dem Begriff „BGM“. Wer als Unternehmen den richtigen Partner sucht, sollte deshalb gezielt prüfen, statt sich vom Marketing leiten zu lassen. In der Praxis reicht oft schon eine ansprechende Website mit den richtigen Schlagwörtern, um als kompetenter BGM Anbieter wahrgenommen zu werden – unabhängig davon, ob tatsächlich Fachwissen zu Arbeitsschutz, BEM oder Präventionsrecht vorhanden ist. So kommt es vor, dass Unternehmen einen Vertrag mit einem reinen Fitnessstudio-Betreiber abschließen, der sich als „ganzheitlicher BGM-Partner“ vermarktet, tatsächlich aber nur Kurse anbietet und weder Gefährdungsbeurteilungen noch Fördermittelanträge begleiten kann. Wer hier nicht genau nachfragt, zahlt am Ende für Einzelmaßnahmen, die als umfassendes Gesundheitsmanagement verkauft wurden.
Ein reines Fitnessangebot oder eine einzelne Rückenschule ist noch kein BGM – das sind einzelne Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Ein BGM-Anbieter sollte alle vier gesetzlich verankerten Handlungsfelder im Blick haben: Arbeits- und Gesundheitsschutz, betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Gesundheitsförderung (BGF) und medizinische Prävention. Fragen Sie gezielt, wie der Anbieter diese vier Bereiche miteinander verzahnt. Fehlt diese Verzahnung, bleibt es bei nebeneinanderstehenden Einzelaktionen ohne gemeinsame Steuerung.
Maßnahmen, die nur am Verhalten der Mitarbeitenden ansetzen (z. B. Ernährungstipps), wirken erfahrungsgemäß weniger nachhaltig als solche, die zusätzlich die Verhältnisse im Unternehmen verändern – etwa Arbeitszeiten, Führungskultur oder Arbeitsplatzgestaltung. Ein guter Anbieter analysiert beides, bevor er Maßnahmen vorschlägt. Nur so lässt sich vermeiden, dass gute Vorsätze an unveränderten Strukturen scheitern.
Lassen Sie sich konkrete Projektbeispiele zeigen, idealerweise aus vergleichbaren Branchen oder Unternehmensgrößen. Ein erfahrener BGM Anbieter kann zudem nachvollziehbar erklären, wie frühere Projekte evaluiert wurden. Eine Mitgliedschaft in Fachverbänden (z. B. BBGM) ist ein zusätzliches, wenn auch kein alleiniges Qualitätssignal. Scheuen Sie sich nicht, auch nach gescheiterten Projekten und den daraus gezogenen Lehren zu fragen.
Die BGM-Beratung selbst kann über Programme wie die BAFA-Förderung „Unternehmensberatung KMU“ oder das INQA-Coaching bezuschusst werden – Voraussetzung ist meist eine entsprechende Registrierung des Beraters. Fragen Sie aktiv danach. Bei einzelnen Gesundheitsförderungs-Maßnahmen wiederum ist entscheidend, ob diese über die zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert sind – nur dann greift die Förderung nach §20b SGB V bzw. die Steuerfreiheit nach §3 Nr. 34 EStG. Ein Anbieter, der diese Förderlandschaft nicht kennt, lässt bares Geld liegen, das Ihrem Unternehmen zustehen würde.
Seriöse Anbieter legen offen, was zur Beratungsleistung gehört und was als Einzelmaßnahme separat abgerechnet wird. Ein vertrauenswürdiger BGM Anbieter erstellt vor der Beauftragung eine nachvollziehbare Kostenaufstellung statt einer pauschalen Gesamtsumme. Pauschalangebote ohne Bedarfsanalyse sind ein Warnsignal. Lassen Sie sich im Zweifel die Kalkulation einzelner Posten erläutern, bevor Sie unterschreiben.
Ein BGM-Konzept sollte auf einer echten Ist- und Bedarfsanalyse Ihres Unternehmens aufbauen – nicht auf einem von der Stange übernommenen Maßnahmenkatalog. Wird Ihnen ein Konzept vorgelegt, bevor überhaupt eine Analyse stattgefunden hat, ist das ein klares Warnzeichen.
BGM ist ein fortlaufender Steuerungsprozess (PDCA-Zyklus), keine einmalige Aktion. Ein guter Anbieter bietet Evaluation und Weiterentwicklung der Maßnahmen an, nicht nur die Einführung. Fragen Sie deshalb gezielt, wie die Erfolgsmessung nach Projektende konkret aussieht.
Da Förderungen je nach Krankenkasse unterschiedlich gehandhabt werden, ist es hilfreich, wenn der Anbieter bereits Erfahrung mit mehreren Kassen hat und den Antragsprozess kennt. Das spart Ihnen wertvolle Zeit und vermeidet unnötige Verzögerungen bei der Bewilligung.
Wer diese acht Punkte vor der Beauftragung prüft, vermeidet teure Fehlentscheidungen und stellt sicher, dass die Investition tatsächlich nachhaltige Wirkung zeigt. Eine unverbindliche BGM-Beratung hilft, den eigenen Bedarf vorab einzuordnen.